11. August 20110 Kommentare
Das Auge hört mit

Nicht nur die Musik – nein, auch das Cover einer Schallplatte spielt für Sammler eine große Rolle. Ein Album und das dazugehörige Artwork scheinen auf wundersame Weise miteinander verbunden. Aber das war nicht immer so: Braun, beige oder grün waren die Papiere, in denen Schallplatten ursprünglich in den Läden standen. Bis zu dem Tag, als ein 22-jähriger Grafikdesigner in New York eine zündende Idee hatte: Er erklärte die Schallplatte zum Kunstobjekt. Mit gut gestalteten Papierhüllen wollte Alex Steinweiss einen zusätzlichen Verkaufsanreiz schaffen und Ton und Bild grafisch miteinander verknüpfen. Der Plan ging auf: Trotz der höheren Kosten setzte sich Steinweiss’ Idee durch und wurde unter Plattensammlern international ein riesiger Erfolg. Auch etablierte Titel kamen im neuen Kleid zu neuem Glanz: Die Verkaufszahlen der „Eroica“ von Ludwig van Beethoven verneunfachten sich mit Steinweiss’ Artwork.
Rund 1000 Cover für Schallplatten aus Jazz, Klassik und Folk hat Steinweiss im Laufe seines Lebens gestaltet. Am 18. Juli 2011 ist er in seinem Haus in Florida gestorben. Seine Idee und die von ihm initiierte Kunstform werden Musikfreunde und Sammler aus aller Welt auch weiterhin begleiten – und sei es nur als digitales Abbild auf dem MP3-Player.
Kategorie: Bild-Dokument

