8. März 20100 Kommentare
Das ipad: Die Wunderflunder oder Apples Angriff auf die Verlagsbranche
Die Verlagsbranche ist unschlüssig: Ist das ipad von Apple Umsatzmacher oder Umsatzklauer, Ergänzung zum oder Ersatz vom gedruckten Produkt. Die Optimisten meinen: Das ipad ist eine wunderbare digitale Ergänzung zur gedruckten Zeitung und zum Buch. Und: Mit dem ipad sind Leser wieder bereit, für die Inhalte aus dem Netz zu bezahlen. Die seit Jahren vergeblichen Versuche, Einbrüche im Printgeschäft über Einnahmen aus dem Internet zu kompensieren, könnten endlich fruchten. Die Pessimisten verweisen auf die Entwicklung der verwandten Musikbranche: Apple kontrolliert dort mittlerweile mit einem Anteil von mehr als 70% den globalen Online-Musikmarkt. Die Folge: Apple diktiert den Musikverlagen die (schlechten) Bedingungen. Wer Recht behält? Das dürften die nächsten Jahre zeigen. Fest steht: Apple wird versuchen, mit dem iPad und dem Onlinebuchladen iBooks eine ähnlich starke Marktmacht wie in der Musikbranche aufzubauen. Um das zu schaffen, muss noch einiges passieren: Zunächst einmal muss der Leser bereit sein, auf sein gedrucktes Buch oder seine gedruckte Zeitung zu verzichten. Und: Das ipad muss besser werden. Wie titelte der Spiegel kurz nach Markteinführung Ende Januar doch so schön über die neue Apple-Erfindung: Von wegen Wunderflunder!
http://www.ftd.de/it-medien/computer-technik/:griff-nach-weltweiter-it-macht-warum-apple-uns-unheimlich-werden-sollte/50084395.html
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