23. November 20090 Kommentare

Der deutsche Andy Warhol

Peter Roehr

Sollte Ihnen der Name Peter Roehr nichts sagen, so stehen Sie damit sicher nicht allein da. Der Künstler geriet nach seinem Tod 1968 im Alter von nur 23 Jahren weitestgehend in Vergessenheit. Zu Unrecht, entwickelte er doch parallel zu Andy Warhol in Deutschland Konzepte der Pop-Art. Sein Hauptthema war die Wiederholung: endlose Reihen von Fotos, Buchstaben und Produkten der modernen Warenwelt.

In der Deutschlandzentrale von IBM nutzte er zum Beispiel eine der ersten elektrischen Schreibmaschinen, um immer wieder die selben Zeichen oder Wörter zu schreiben – seitenweise. Der Ausnahmekünstler wollte mit dieser sturen Aufreihung den vermeintlichen Individualismus von Büroarbeit als Illusion bloßlegen.

Die Stadt Frankfurt, aus der Roehr stammte, widmet ihm nun eine Ausstellung in gleich zwei Häusern: Vom 28. November an zeigen das Städel und das Museum für Moderne Kunst gleichzeitig Werke von ihm.

(via: Zeit Online Kultur)




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