26. April 20100 Kommentare

Es knittert, wirft Falten – und hält einiges aus

Wie bereits berichtet steigt der Papierverbrauch weltweit immer weiter an. Kein Wunder! Papier mag aus den Büros verschwinden – Designer haben dafür Papier als Material neu entdeckt. Ob Mode oder Möbeldesign, Papier ist angesagt. Auf der Mailänder Möbelmesse zum Beispiel wurde der Sessel „Paper Cloud“ präsentiert, entworfen von Tokujin Yoshioka für Moroso. Oder das Londoner Designbüro Raw Edges, das Papierartiges für seine Sessel und Stühle organigramartig faltet und so lange mit PU-Schaum füllt, bis sich erstaunliche Volumen ergeben. Die Argentinierin Ruth Gurvich dagegen gestaltete ein Service für die Porzellan Manufaktur Nymphenburg, indem sie Papiermodelle direkt auf Porzellan übertrug – mitsamt der typischen Knicke, Faltungen und Flächenspannungen. Die in London lebende Französin Elisabeth Lecourt faltet und schneidet Landkarten spezieller Regionen zu Kleidungsstücken. Die sollen zwar nicht getragen werden, aber aufgehängt. Und der Künstler Peter Clark stellt aus verschiedenen Papieren Collagen her. Warum Papier diese Faszination auf Künstler ausübt? Die Süddeutsche Zeitung meint, es liegt an der vorläufigen, fragilen Erscheinung. Ihr ihr steckt der Ursprung des kreativen Akts: das Potential, das ein leeres Blatt Papier ausstrahlt.

http://www.tokujin.com/

http://www.peterclarkcollage.com/pages/home.html

http://www.fairfaxgallery.com/Elisabeth%20Lecourt.htm




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