18. November 20110 Kommentare
Twittern mit Gott
Jedes Jahr besuchen Millionen von Menschen die Klagemauer in Jerusalem, um dort auf zusammengefalteten Zettelchen ihre Gebete zu hinterlassen. Der israelische Student Alon Nir hat nun einen ganz besonderen Service ins Leben gerufen, der Web 2.0 und Religion miteinander verbindet: Mit “Tweet your Prayer” gibt er Gläubigen aus aller Welt die Möglichkeit, ihm über den Kurznachrichtendienst Twitter Gebete zuzusenden, die er stellvertretend für sie in die Mauer steckt. Ein Service, der ankommt: Etwa 100 bis 200 digitale Gebete erhält Nir jeden Tag – manche auf japanisch oder chinesisch, die meisten aus den USA. Den Zeitaufwand, den die Aktion mit sich bringt, nimmt Nir (noch) gelassen und freut sich, dass er mit einer so kleinen Sache das Leben von vielen verändern kann – und dass eine 2000 Jahre alte Mauer und modernste Technik doch irgendwie zusammen passen.
Kategorie: Text-Dokument

