6. Dezember 20100 Kommentare
Was für ein Fund: 270 Mal Picasso
Eigentlich wollte der 71-jährige Pierre Le Guennec nur ein Zertifikat haben, als er Claude Picasso einen Brief schrieb. Ein Echtheitszertifikat für 270 Bilder von Pablo Picasso, wohlgemerkt. Schließlich hatte er diese – so sagt er – von Pablo Picasso Anfang der 70er Jahre geschenkt bekommen und seither in einem Pappkarton bei sich gelagert. Zu der Zeit arbeitete er als Elektriker für den Künstler. Der Sohn war verwirrt. „Wer das Werk meines Vaters kennt, weiß, dass er alles systematisch mit Datum versehen wollte,“ sagte Picasso der „Libération“. Die Werke hätten also ohne Datum nie Picassos Atelier hätten verlassen dürfen. Das hatte Pierre Le Guennec wohl nicht erwartet: Die Anwälte der Familie Picasso stellten Anzeige wegen Hehlerei, zu der auch der bewusste Besitz von Diebesgut gehört. Die Behörde zur Bekämpfung des Handels mit Kulturgütern beschlagnahmte die Sammlung im Haus des Ehepaars und Le Guennec kam zunächst in Polizeigewahrsam. Nun wird‘s spannend.
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