13. September 20110 Kommentare
Wisch- und Weggepixelt
Ob beim Matchball, einem üblen Foul oder im Siegestaumel nach dem entscheidenden Tor – Sportfotos sollten eigentlich entscheidende Momente sportlicher Leistung dokumentieren. Was aber oft viel mehr ins Auge fällt als die verschwitzten Körper der Athleten sind die Logos von Stromanbietern, Banken und Automobilherstellern, die auf den Trikots prangen. „Unentgeltliche Werbung“, befindet nun die taz. Während die einen den teuren Werbeplatz in Zeitung und Magazin kaufen müssen, profitieren andere davon, wenn Profispieler mit Logo auf der Brust oft genug ins Bild hechten. In der taz ist deswegen jetzt Schluss damit: Auf den Fotos von Sportereignissen werden die bunten Schriftzüge und Sponsorenlogos auf Trikots und Banden einfach weggepixelt. Aus den Augen aus dem Sinn – verschwunden im rasterhaften Farbeinerlei. Auch wenn das in Anbetracht der Werbe- und Medienflut ein Kampf gegen Windmühlen bleibt: Die Anzeigenkunden der taz werden sich freuen.
Kategorie: Bild-Dokument

